Die medizinische Versorgung im Korntal muss erhalten bleiben
RTL - 13.07.2012, 08:22 | Fir d'lescht aktualiséiert: 13.07.2012, 19:24 | 7 Commentaire(n)

Als Folge dieses Vorhabens ergäbe sich, dass die drei Spitäler in Esch/Alzette, Differdingen und Düdelingen anderen Zwecken zugeführt beziehungsweise abgetragen würden.
Gewusst ist bekanntlich, dass die drei vorgenannten Kliniken allesamt unter dem Emblem des CHEM geführt werden. Berechtigt ist allerdings die Frage allemal, wieso denn das Spital in Differdingen/Niederkorn nach wie vor die Bezeichnung “Hôpital Princesse Marie-Astrid” (HPMA) trägt.
Es muss allgemein verwundern, dass die Stadträte aus Esch/Alzette, Differdingen und Düdelingen bislang keine Stellungnahme zu diesem Bauvorhaben bezogen haben. Erwartet wird nämlich seitens der Bevölkerung, dass sich die politischen Verantwortlichen in den betroffenen Gemeinden und im Korntal negativ ausdrücken. Es kann doch nicht sein, dass das HPMA in Niederkorn, das im September 1981, also vor 31 Jahren, als interkommunales Spital der Gemeinden Differdingen, Petingen und Niederkerschen eingeweiht wurde, nun zweckentfremdet oder gar, wie mehr und mehr hinter vorgehaltener Hand zu hören ist, abgetragen werden soll. Gewiss, das HPMA bedarf einer umfassenden Renovierung, insbesondere was die Modernisierung der Einrichtungen für die Patienten und der medizinischen Anlagen anbelangt. Zum anderen liegt das Spital in günstiger geographischer Lage, eigentlich im Zentrum der drei vorgenannten Gemeinden und demnach schon nach einigen Autominuten von den Wohngebieten aus zu erreichen. Von besonderer Wichtigkeit, was die Argumentation für die Beibehaltung des Spitals anbelangt, erweist sich auch die Zahl der rund 70 000 Einwohner in diesem Einzugsgebiet, eine stattliche Zahl, die mit der Bevölkerung der nahen Gemeinden Sassenheim und Dippach in die Nähe der Stadt Luxemburg reicht, wo schließlich gleich mehrere Spitäler zur Verfügung stehen und keine Zusammenlegung droht.
Die vorgesehenen Pläne, sollten sie denn durchgeführt werden, würden einen Verrat an den Abmachungen anlässlich der Übernahme des HPMA durch das CHEM darstellen, denn damals ging ausschließlich die Rede von der Beibehaltung der Spitäler aus Esch/Alzette, Differdingen und Düdelingen. Im übrigen ständen dann mehr als 500 Arbeitsplätze im HPMA auf dem Spiel, da das HPMA nach wie vor hinter Arcelor/Mittal der zweitgrößte Arbeitgeber der Gemeinde Differdingen ist.
Die politischen Verantwortlichen der betroffenen Gemeinden sollten jedenfalls schnellstmöglich gegen solche Pläne einschreiten und die Bevölkerung rechtzeitig vor einer bösen Überraschung schützen.
12.7.2012


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