Roman Lob ist "Unser Star für Baku"
AFP - 17.02.2012

Der Nachfolger von Lena Meyer-Landrut ist gefunden - doch eine Euphorie wie bei Lena bleibt bislang aus: Roman Lob wird am 26. Mai im Finale des Eurovision Song Contest in Baku für Deutschland singen. Den Sieg des 21-Jährigen in der Show "Unser Star für Baku" am Donnerstagabend wollten aber gerade mal 2,19 Millionen Menschen sehen.
Lob setzte sich in einem Herzschlagfinale mit 50,7 Prozent der Stimmen gegen Ornella de Santis durch, die auf 49,3 Prozent der Anrufe und SMS kam. "Ich bin unglaublich sprachlos", sagte der Industriemechaniker aus dem rheinland-pfälzischen Neustadt/Wied direkt nach seinem Sieg. Allerdings war Lob als klarer Favorit ins Finale gegangen. Mit Ausnahme der ersten Folge holte er in allen acht Vorentscheid-Sendungen am Ende die meisten Stimmen.
![]() Roman Lob©AFP |
Lob singt in Baku das Lied "Standing still", eine leicht rockige Nummer. Das Publikum durfte im Finale außer dem Teilnehmer des ESC-Finales auch das Lied auswählen. Aus den drei für Lob zur Auswahl stehenden Liedern fiel eine klare Wahl auf "Standig still". Bei der 27-jährigen de Santis entschied sich das Publikum für die Ballade "Quietly". Auch bei diesem Lied fiel das Votum klar aus.
Für die Macher des deutschen Vorentscheids von ARD und ProSieben fiel der Zuspruch der Zuschauer allerdings enttäuschend aus. Die 2,19 Millionen Zuschauer bedeuteten einen enttäuschenden Marktanteil von 6,9 Prozent. Bei den jüngeren Fernsehzuschauern der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil mit 8,9 Prozent etwas höher, aus dieser Gruppe schauten 1,13 Millionen Menschen zu.
Lena Meyer-Landrut, die 2010 in Oslo den ESC gewinnen konnte und 2011 beim Versuch einer Titelverteidigung in Düsseldorf Zehnte geworden war, hatte ein deutlich größeres Zuschauerinteresse ausgelöst. Ihren Sieg beim Vorentscheid vor zwei Jahren wollten mit 4,5 Millionen Menschen mehr als doppelt soviele sehen wie den Sieg Lobs. Und auch im vergangenen Jahr, als das Publikum nur Lenas Lied "Taken by a stranger" auswählen durfte, schauten mit 3,25 Millionen Menschen über eine Million mehr zu.


