Donneschdeg, 02. September 2010

National News

Ein klares Ja zur Trennung zwischen Staat und Kirche

RTL - 27.04.2009, 23:23 - Fir d'lescht aktualiséiert: 27.04.2009, 23:29

Auteur: Marianne Kartheiser

Aus religiösen Gründen: Ein klares Ja zur Trennung zwischen Staat und Kirche.

Als das Bündnis zwischen Staat und Kirche vor langer Zeit geschlossen wurde, so geschah es aus dem Grunde, dass Luxemburg katholisch war und die katholische Kirche sollte die Luxemburger in geistiger Hinsicht betreuen.

Aber dies ist seit längerer Zeit nicht mehr der Fall, genauer gesagt: seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Denn die Lehre der Kirche hat sich mit diesem Konzil grundlegend verändert, was sich anhand der Bibel mit Leichtigkeit beweisen lässt. Die Kirche von vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist nicht identisch mit der heutigen Kirche, ist deshalb also auch das Bündnis zwischen ihr und dem Staat nicht mehr rechtskräftig?

Die katholische Kirche von damals lehrte, dass der einzige Weg zu Gott nur über den Glauben an Jesus Christus möglich wäre, und berief sich dabei auf die Bibel: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. "(Joh. 14,6)

Die konzilskatholische Kirche predigt die Religionsfreiheit, den Dialog mit den anderen Religionen. Sie besass  in ihrem letzten Papst ein Oberhaupt, das durch sämtliche Länder der Welt tourte und an allen möglichen, mehr oder weniger heidnischen Ritualen teilnahm. - Doch: «Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und ... Götzen verehrt, mit einem solchen Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen! ... » (1Kor 5,11)

Die frühere katholische Kirche des Bündnisses zwischen Staat und Kirche nahm auch den Missionsauftrag, den Jesus Christus seinen Jüngern gab, ernst: «Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern!» (Matt.28,19)

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil liest sich das so: « ... das Eintreten für den Menschen, für soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte, auch die Änderung ungerechter, sozialer Strukturen ... » (Dialog und Mission, Der Apostolische Stuhl, S.1867). - Das ist Politik.

Die frühere katholische Kirche wusste noch vom Jenseits, von einem Leben nach dem Tod und von einem Jüngsten Gericht.

Die Worte von Jesus Christus sind eindeutig: «Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden!» Mk. 16,16).

Heutzutage wird in der katholischen Kirche nicht mehr oft über ein Jenseits, ein geistiges Himmelreich gesprochen. Und auch die Wunder, die Jesus Christus vollbracht hat, versucht man eher schamhaft auf natürliche Weise zu erklären. Sollte man doch die Frage nach dem Jenseits stellen, so lautet die Antwort stets, dass ein liebender Gott alle Menschen zu sich nehmen wird.

Aber auch das steht in eklatantem Widerspruch zur Bibel. « ... wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, ... 'nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist'; die Böcke aber zur Linken, ... und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben." (Matt. 25,31-46)

Die Predigten der meisten Priester der Konzilskirche zielen nur noch auf das Diesseits ab. Sie reden von Werten, von Nächstenliebe, von Toleranz, gegenseitigem Respekt und Menschenrechten. Sie übersehen dabei, dass dies Dinge sind, die Eltern überall in der Welt ihren Kindern sowieso beibringen, und dass es dafür auch keinen sogenannten Religionsunterricht braucht, sondern dass all diese Werte sehr gut von einfachen Laien vermittelt werden können.

Hat die heutige Kirche den Glauben an das Übernatürliche verloren? - Da der Mensch aber in seinem Innern spürt und öfters auch schon erlebt hat, dass das Diesseits nicht die Antwort auf alle Fragen ist, so wendet er sich von einer mehr profan gewordenen Kirche, die sich oftmals in Trivialitäten ergeht, ab und sucht Antworten in anderen Religionen oder in obskuren Sekten. Währenddessen leeren sich die Kirchen zusehends.

Ist die moderne Kirche mithin überflüssig geworden, weil sie die einzigartige Wahrheit, die sie besass, teilweise aufgegeben hat? Genauso überflüssig wie das Bündnis zwischen Staat und Kirche?



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