21. März: Internationaler Tag des Waldes

RTL - 18.03.2010, 16:22 | Fir d'lescht aktualiséiert: 26.03.2010, 13:03

Wenn wir am Sonntag, den 21. März den Frühlingsanfang genießen, sollten wir uns etwas Zeit nehmen, um auch über unsere Wälder nachzudenken.

Denn der 21. März ist nunmehr seit über 30 Jahren der Internationale Tag des Waldes und dazu auserkoren, auf die Ausbeutung dieser einzigartigen Ökosysteme aufmerksam zu machen. Wälder haben nicht nur eine wichtige Bedeutung für die Klimaentwicklung, weil sie die Fähigkeit besitzen, große Mengen CO2 zu binden, sie sind auch Lieferanten eines vielseitig einsetzbaren und nachwachsenden Rohstoffes und Hort einer immensen Artenvielfalt. Da letzterer das gesamte Jahr 2010 gewidmet ist, gebührt ihr in diesem Jahr auch am Tag des Waldes besondere Beachtung.

Wälder bedecken etwa ein Drittel der Landfläche der Erde und beherbergen rund zwei Drittel aller erfassten Tier- und Pflanzenarten, darunter viele seltene und gefährdete, die ausschließlich an diese Ökosysteme gebunden sind.

Obwohl die größte Artenvielfalt in Urwäldern und speziell in den tropischen Regenwäldern herrscht, sollten auch unsere heimischen Wälder beim Thema Biodiversität nicht unbeachtet bleiben. Denn in dieser Hinsicht besteht durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Zwar hat sich mittlerweile in weiten Teilen eine nachhaltige Forstbewirtschaftung durchgesetzt, die auch der Artenvielfalt zugute kommt. Das Erbe unserer Vorfahren, die dort, wo es ging, mit Fichte aufforsteten, um möglichstschnell Holz zu produzieren, prägt allerdings noch immer unsere Wälder. Wer mit offenen Augen durch den Wald wandert erkennt, dass zwischen naturnah bewirtschafteten Beständen mit standortgerechter Baumartenmischung und den aus früheren Zeiten stammenden Fichtenmonokulturen enorme Unterschiede bestehen.

Während unter Fichten je nach Bestandsdichte kaum Bodenvegetation aufkommen kann, entwickeln sich in Laubmischwäldern artenreiche Strauch- und Krautschichten. Wie wichtig zudem die Ausweisung von Naturwaldreservaten ist, in denen die Bewirtschaftung vollständig eingestellt wird, zeigen Beispiele aus Luxemburg.

Bereits nach wenigen Jahren konnten beispielsweise im "Ënneschte Bësch" einige seltene und gefährdete Arten wie die Bechsteinfledermaus oder verschiedene Spechtarten nachgewiesen werden. Diese Erfolge sind insbesondere auf den großen Strukturreichtum zurückzuführen, zu dem auch der steigende Anteil an Alt- und Totholz beiträgt. Bei den seltenen Arten handelt es sich vor allem um solche, die auf Habitatstrukturen angewiesen sind, die in bewirtschafteten Wäldern weitgehend fehlen.

Doch wie kann jeder einzelne zum Schutz der Wälder und ihrer Artenvielfalt beitragen? Eine entscheidende Hilfe dazu leisten die international gültigen Zertifikate von FSC und PEFC. Mit deren Siegeln ausgezeichnete Produkte, darunter neben Holzprodukten auch Papier, stammen aus einer nachhaltigen Forstbewirtschaftung.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter www.mayago.lu.

Übrigens gleich am Montag folgt ein weiterer umweltpolitischer Welttag. Der 22. März wird seit 1993 jährlich als internationaler Tag des Wassers gefeiert und steht 2010 unter dem Motto "Sauberes Wasser für eine gesunde Welt". Mehr dazu lesen Sie auf mayago.lu.